Presse- und Medien-Informationen

Pressemitteilung

2. Tag der Hinterbliebenen am 17. November 2013

Bonn, 14.11.2013. Am 17. November wird in Deutschland der 2. Tag der Hinterbliebenen mit den Themen Besinnung – Information - Vorsorge begangen. Der Tag bietet allen die Möglichkeit neben der Besinnung sich den Fragen und anfallenden Aufgaben nach dem Tod eines Angehörigen oder Freundes zu stellen und bietet viele hilfreiche Tipps, Informationen und Problemlösungen auf dem Serviceportal unter www.tag-der-hinterbliebenen.de. Dort finden sich auch Bestatter, die erstmalig einen Tag der offenen Tür veranstalten.

Der Tod von Angehörigen erschüttert das Leben. Pastor Jürgen Fliege formuliert in einem Grußwort zum Tag der Hinterbliebenen: „Trauer ist eine große Form der Liebe und sie verhält sich nach den Gesetzen der Liebe. Sie richtet nicht, sie ist grenzenlos, sie ist groß und unerklärlich und sie ist mächtig wie die Liebe.“

Bestattungskultur braucht Trendwende

Das Bonner Gesprächsforum „Trendwende in der Bestattungskultur“ mit den Branchen- und Verbandsvertretern hatte am 5. September getagt und kam zu dem Ergebnis, dass etwas passieren müsse, um auf die Veränderungen in der Bestattungskultur in den letzten 20 Jahren zu reagieren, um die Würde der Verstorbenen bei den Bestattungen wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.

Durch die Streichung des Sterbegeldes der Krankenversicherungen und die später dazu gekommene „Geiz ist geil“-Mentalität aber auch die Veränderungen bei den familiären Strukturen, zum Beispiel durch räumliche Trennung, führten zu einem großen Wandel in der Bestattungskultur. Die klassischen Sargbestattungen haben extrem abgenommen, die Feuerbestattungen nehmen entsprechend zu. In vielen Fällen können Bestattungen von den Hinterbliebenen gar nicht mehr finanziert werden, so dass Städte und Gemeinden für die Kosten aufkommen müssen.

Auf www.tag-der-hinterbliebenen.de vermitteln Experten hilfreiche Informationen zu Themen wie Verfügungen, Erbschaftsfragen, Bestattungen, Versicherungen sowie Vorsorge, Ratschläge und Tipps für ein positives Leben der Hinterbliebenen.

Hintergrund

Tod und Sterben sind Themen, die für jeden von uns von elementarer Bedeutung sind. Dabei gilt auch: Rechtzeitige Vorsorge gibt Ihnen Ruhe und das gute Gefühl, alles in Ihrem Sinne geregelt zu haben.

Oft genug werden Hinterbliebene von bohrenden Fragen getrieben, ob rund um das Sterben ihrer Angehörigen alles richtig gemacht worden ist. Sie haben meist existentielle Angst, wissen nicht, wie sie ohne den Verstorbenen mit allem fertig werden können. Sie müssen ihr eigenes Leben umbauen und wissen nicht wie. Sie sind meist ungeübt in Bezug auf die Dinge, die rund um den Tod zu tun und zu entscheiden sind. Sie haben sehr häufig finanzielle Sorgen und so gut wie keine finanzielle Unterstützung, dafür aber hohe Kosten für Bestattung und Trauerfeier.

Pressefotos - siehe linke Spalte
Kontakt:
Haus für Kommunikation
Egbert Roggentin
Rochusstr. 217
53123 Bonn

info@haus-fuer-kommunikation.de
T 0228 227 88 66

Pressemitteilung, Bonn 15. November 2011

Initiative für Hinterbliebene wird in Bonn gegründet

Die Initiative für Hinterbliebene wird am 17. November 2011 in Bonn gegründet. Ziel dieser Initiative ist die Verbreitung von Informationen und Hilfestellungen, was für die Hinterbliebenen eine wichtige Unterstützung darstellt. Die Themen sind insbesondere Verfügungen, Erbschaftsfragen, Bestattungen, Versicherungen sowie Vorsorge, Ratschläge und Tipps für ein positives Leben der Hinterbliebenen.

Die Gründung der Initiative erfolgt bewusst genau 130 Jahre nach der Kaiserlichen Botschaft, die Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck in Berlin am 17. November 1881 verlesen hat. Inhalt der Kaiserlichen Botschaft war im Kern das Programm für den Aufbau einer Absicherung gegen Unfall, Krankheit und die Risiken des Alters für die arbeitende Bevölkerung.

Die Initiative für Hinterbliebene setzt sich aus Vertretern von Sterbekassen, der Versicherungs- und Kommunikationsbranche zusammen. Sprecher der Initiative Egbert Roggentin: Viele Hinterbliebene erfahren schmerzlich, wenn zum Beispiel keine Regelungen bei schweren Erkrankungen von Angehörigen vorliegen. Oftmals entstehen auch Probleme finanzieller Natur, wenn für den Todesfall keine Absicherung vorhanden ist.

Ein Internet-Serviceportal ist unter www.fuer-hinterbliebene.de  eingerichtet worden. Experten werden dort zu einzelnen Themen aktuelle Informationen vermitteln. Zum Thema gesetzliche Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung hat dort Prof. Dr. Wolfgang Böh einen umfangreichen Beitrag eingebracht. Am 14. Dezember soll in Deutschland der erste Aktions- und Gedenktag, der  Tag der Hinterbliebenen ausgerufen werden - siehe www.tag-der-hinterbliebenen.de.

Die Initiative ist für weitere Themen und Inhalte für Institutionen, Firmen und Personen offen. Kontakt: info@haus-fuer-kommunikation.de.

Kontakt:

Initiative für Hinterbliebene

c/o Haus für Kommunikation T: 0228 227 88 66 info@haus-fuer-kommuniukation.de

Vor 130 Jahren

Kaiserliche Botschaft, auch Kaiser-Botschaft oder Kaiserliche Sozialbotschaft, bezeichnet die zur Eröffnung des 5. Deutschen Reichstags am 17. November 1881 von Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck im Königlichen Schloss zu Berlin verlesene Botschaft Wilhelms I., die die deutsche Sozialgesetzgebung einleitete.

Inhalt der Kaiserlichen Botschaft war hauptsächlich das Programm für den Aufbau einer Absicherung gegen Unfall, Krankheit und die Risiken des Alters für die arbeitende Bevölkerung, vor allem der Industriearbeiter.

Die Kaiserliche Botschaft wurde vermutlich mit dem Ziel erlassen, der zunehmenden politischen Bedrohung des inneren Friedens durch die anwachsenden Proteste der Arbeiter entgegenzuwirken, die durch die rasend schnell voranschreitende technische und wirtschaftliche Entwicklung von Ausbeutung und Armut bedroht waren.

Grußwort zum Tag der Hinterbliebenen

Der Tod von Angehörigen erschüttert das Leben.

Oft genug werden Hinterbliebene von bohrenden Fragen getrieben, ob rund um das Sterben ihrer Angehörigen alles richtig gemacht worden ist. Sie haben meist existentielle Angst, wissen nicht, wie sie ohne den Verstorbenen  mit allem fertig werden können. Sie müssen ihr eigenes Leben umbauen und wissen nicht wie. Sie sind meist ungeübt in Bezug auf die Dinge, die rund um den Tod zu tun und zu entscheiden sind. Sie haben sehr häufig finanzielle Sorgen und so gut wie keine finanzielle Unterstützung, dafür aber hohe Kosten für Beerdigung, Beerdigungscafe und so weiter. Sie finden oft bei anderen Menschen nur oberflächlichen Trost. Das Risiko, selbst zu sterben, ist nach dem Tod eines nahen Angehörigen um ein Vielfaches größer als sonst. Daher sind alle Initiativen, die Menschen in dieser Krise unterstützen, sehr wichtig und unbedingt zu unterstützen.

Gut, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, auch wenn wir selbst momentan nicht betroffen sind. Gut, sich Gedanken zu machen, wie es im Falle eines Falles gehen könnte, einen Plan zu haben, wie die Krise bewältigt werden kann, wenn möglich finanziell vorzusorgen. Gut auch, sich Informationen zu sammeln, welche Hilfsangebote in der Gesellschaft vorhanden sind und einem im Notfall beiseite stehen könnten: Trauergruppen, Beratungsstellen und vieles mehr. Gut auch, sich zu fragen, was an Hilfsangeboten noch aufgebaut werden müsste, damit Menschen diese Krise besser bewältigen können. Denn im ganzen gesehen werden in unserer Gesellschaft die Bedürfnisse Hinterbliebener und Trauernder meiner Meinung nach viel zu wenig gesehen.

Ich wünsche der Initiative mit dem "Tag der Hinterbliebenen" Erfolg.

 

Detlef Wendler, ev. Pfarrer und Buchautor