Buch- + CD-Tipps

Dietrich Bonhoeffer, Heiligabend 1943

„Zunächst: Es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man muss das auch gar nicht versuchen; das klingt zunächst sehr hart; aber es ist doch zugleich ein großer Trost: denn, indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“

Ob eine schöne CD oder ein gutes Buch:

... in der dunklen Jahreszeit macht es besonders viel Freude, sich ein bisschen zurückzuziehen mit besonderer Musik oder interessantem Lesestoff.

Buchtipps:

Aus der Trauer ins Leben:

Aus der Trauer ...

Den Verlust überwinden und wieder glücklich werden
Dr. Klaus Witt (Autor)

Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: Februar 2012

Trauer ist ein Prozess, den man sich zwar nicht selbst ausgesucht hat, aber zumindest aktiv mit gestalten kann. Das Buch zeigt neue Wege der Verlustverarbeitung auf. Für Betroffene bietet es konkrete Hilfen, für Trauergruppen und professionelle Begleiter Anregungen und Übungen.Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, werden wir vom Schmerz ergriffen. Unsere Lebensplanungen und soziale Sicherheit ist erschüttert. Der Schmerz scheint uns zu zerreissen.

Trauer bestimmt das Leben und der Verlust muss verstandes- und gefühlsmäßig verarbeitet werden. Der Tod hat einen Menschen aus dem Leben genommen und für uns eine Lücke hinterlassen. Trauer ist der aktive Prozess, Gegenwart neu wahr zu nehmen, Vergangenheit wertschätzend einzuordnen und über eine neue soziale Sicherheit lebensbejahende Zukunftsperspektiven zu finden.

Das Buch bietet lösungsorientierte Anregungen zu den Themen Sterben, Tod und Verlustverarbeitung, die im EU-Projekt "Dying and Death in Europe" entdeckt und herausgearbeitet wurden. Die internationale Zusammenarbeit zwischen Polen, Spanien, Frankreich und Deutschland eröffnete neue Blickwinkel, die national nicht möglich gewesen wären.

Die Übungen bieten die Möglichkeit, sich sehr tief und persönlich mit der eigenen Trauer oder den Gedanken an die eigene Vergänglichkeit zu beschäftigen. Ein Strukturmodell wird angeboten, um den Verlust zu verarbeiten. Darüber hinaus werden hilfreiche Informationen gegeben und es wird zu selbsterfahrenden Übungen eingeladen.

Für wen ist dieses Buch?
Vom tiefen Schmerz ergriffene trauernde Menschen, die aus der Schwere zurück ins Leben wollen. Leiterinnen von Trauergruppen, die Anregungen und Übungen zur Unterstützung der Verlustverarbeitung wünschen.
Sozialarbeiter und Psychotherapeuten, die einen Leitfaden für die Auflösung von Trauerblockaden wünschen Und last but not least, Mediziner und Pflegekräfte, die sich in dieser Thematik fortbilden möchten oder Pflegekräfte ausbilden.

 

Ach, steh noch einmal auf, du toter Gott!:

Jürgen Fliege

Wege zum Vater
Jürgen Fliege (Autor)

Gott ist nicht tot – Jürgen Flieges großes Sehnsuchtsbuch

Kann es sein, dass unser Seelen-Wirrwarr etwas mit dem Verlust des Vaters im Himmel zu tun hat? Jürgen Fliege deckt die Zusammenhänge zwischen Sinn im Leben und der Wiederentdeckung Gottes auf. Sein Buch bietet ein Navigationssystem an, Gott wiederzufinden. Es weist auf die heiligen und magischen Orte hin, wo ER als stiller Gast schon lange darauf wartet, von uns wahrgenommen zu werden. Hier werden Antworten auf unsere unstillbare Sehnsucht nach Orientierung und Wahrheit gegeben! Verlag: Kösel-Verlag (1. März 2010), ISBN-10: 3466368626, ISBN-13: 978-3466368624

 

Peter Hahne

Leid - Warum lässt Gott das zu?

Auf der großen Weltbühne und im persönlichen Leben: Die Frage nach Gott in all dem Leid schreit zum Himmel. Peter Hahne nimmt diese Frage ernst. Er zeigt, wie Menschen mit Leid fertigwerden, was sie tröstet und ihnen neue Hoffnung gibt.


ISBN 978-3-8429-1002-7
160 Seiten, gebunden, 11,4 x 18,5 cm, € 9,95

Das letzte Hemd ist bunt

Fritz Roth

Die neue Freiheit in der Sterbekultur

"Der Tod ist der beste Lehrmeister zu bürgerlichem Ungehorsam." Fritz Roth

Unser ganzes Leben lang streben wir nach Selbstbestimmtheit und Autonomie. Doch als Trauernde lassen wir uns unsere Toten stehlen. Wir haben gelernt, zu delegieren, uns auf »Experten« zu verlassen. Und spätestens, wenn wir persönlich mit dem Verlust eines nahe stehenden Menschen konfrontiert sind oder wenn uns eine lebensbedrohliche Krankheit überkommt, erkennen wir schmerzlich, dass die alten Rituale nicht mehr passen.
Wir sind als Individuen und auch als Gesellschaft gefordert, eine neue Sterbe- und Trauerkultur zu entwickeln. Wollen wir unser Leben (bis zum Ende) gestalten oder nur verwalten? Wie ist es um den Wert der Individualität bestellt, wenn wir sie im entscheidenden Moment verschenken? Trauer sollte wie jede Krise nicht als lästiges Hindernis, sondern als langer Weg einer Veränderung verstanden werden. Dann erst können wir die Chancen dieser Erfahrung nutzen und erkennen: Auch allem Ende wohnt ein Zauber inne. Fritz Roth 189 Seiten EAN 9783593394763 € 19,99

 

Peter Wilhelm

Kann man als Nichtschwimmer auf hoher See bestattet werden? Gibt es auch Second-Hand-Särge? Kann ich den Opa im Kombi selbst zum Friedhof fahren? Diese und andere nicht immer ganz ernst gemeinte Fragen rund ums Sterben begegnen Peter Willhelm täglich. Die skurrilsten versammelt er nun in seinem zweiten Buch. EUR 8,99

 

Vom Glück des Gehens: Ein Weg zur Lebenskunst

 

Gehen verwandelt und hilft, Zeiten der Veränderung, wie zum Beispiel Trauerzeiten, positiv zu gestalten. Es ermöglicht uns, von Konventionen befreit neue Standpunkte einzunehmen. Doch die Kunst des Gehens will gelernt sein. Wie das gelingt, beschreibt dieses Buch informativ, in meditativ-nachdenklicher Annäherung und in amüsanter Zuspitzung zugleich. Medizinische, psychologische und kulturgeschichtliche Hintergründe fließen ein, Orte meditativen Gehens werden in ihrer besonderen seelischen Auswirkung reflektiert: Stadtviertel, Berglandschaften, Pilgerwege, Friedhöfe und vieles mehr. (siehe auch das Grußwort des Buchautors Detlef Wendler weiter ...)

Wendepunkte des Lebens: Dem eigenen Weg vertrauen

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch und zwar aus mehreren Gründen.
Zum einen gelingt es dem Autor, an Alltäglichem Allgemeines sichtbar zu machen, an Vordergründigem Hintergründiges, ja Meta-Physisches aufleuchten zu lassen, und dies in einer sehr sensiblen, behutsam hinführenden Weise.
Das Buch liest sich zwar "leicht", vom Stil her angenehm, beeindruckt aber zugleich durch die Dichte der Aussage. Vor allem die kursiv gedruckten Gedanken am Ende jedes Kapitels sind wohl eher zum Meditieren gedacht. Immer wieder wird man dabei zu oft übersehenen uralten

Grundweisheiten zurückgeführt, ich denke z.B. an das, was S.42 über die Dankbarkeit gesagt wird.
"Simplex est sigillum veritatis" (Einfachheit ist das Kennzeichen der Wahrheit) - das bestätigt sich auch in diesem Buch. Für mich ist es auf alle Fälle ein "erzreiches Bergwerk", in dem ich noch oft schürfen werde.
 

Barmherzigkeit und Menschenwürde

Horst Groschopp (Hrsg.)

Groschopp (Hrsg.), Barmherzigkeit und Menschenwürde

Selbstbestimmung, Sterbekultur, Spiritualität


Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Berlin, Bd. 4
Alibri, 2011
205 Seiten, 11 Abbildungen, kartoniert, Euro 18.-
Best.Nr. 690 791

Die humanitäre Praxis des Humanismus zwingt zu neuem Denken über Grundbegriffe. Zehn Autoren äußern sich auch über nichtreligiöse Spiritualität im Alter. Weltanschaulich geht es um Lebenshilfen beim Sterben. (Verlagstext)

 

CD-Tipp:

 

Mit Jacques Brel beschäftigt sich Klaus Hoffmann schon lange Zeit: Wie viele Liedermacherkollegen nannte der Berliner den Chansonnier stets gern als Einfluß, er wurde seinerseits sogar als "deutscher Brel" bezeichnet. Nun verneigt sich Hoffmann mit Hilfe des originalen Brel-Arrangeurs Francois Rauber vor dem Vorbild. Dessen Klassiker wie "Amsterdam" oder "Ne me quitte pas" hat er mit deutschen Texten versehen, die Brels raffinierte Mischung aus Poesie und pointierten Frechheiten beeindruckend authentisch und unterhaltsam aufgreifen. Quelle: Audio

Paveier - Immer Wenn Der Herrjott Röf